willkommen in der lustigen arbeitswelt
glaub bloß nicht, daß es besser wird, das ist das leben der arbeitenden bevölkerung.
ich bin gerade onkel geworden.. besser gesagt..
ich bin heute morgen um zehn uhr mal wieder onkel geworden
mein bruder kommt schon nicht mit dem sohn klar, den er mit seiner exfrau fabriziert hat und nun präsentiert er stolz die neue geschlechtskrankheit, die er sich durch wiederholten ungeschützten verkehr mit seiner neuen flamme zugezogen hat, wie einen beweis für das unglaubliche glück der dummen, jedem menschen der ihm zu nahe kommt.
in etwa 5-6 monaten ist der anfängliche vaterstolz dann verflogen wie der orgasmus der schöpfung und es beginnt zu jucken. ohne zu zögern wird mein bruder dann die krankenstation betreten und den doctor schizo mit der schon alt bekannten frage belästigen "kannst du auf das kind aufpassen, ich wollte heute abend ausgehen aber ich bin spätestens um 2uhr zurück"
und gegen 5uhr morgens öffnet sich dann langsam die haustür nachdem mein bruder mehrmals das schlüsselloch verfehlte und mich durch vorangegangenes poltern weckte und seine fahne wird mir verraten wie glücklich er wirklich ist.
dann wird er immer öfter alleine das haus verlassen und mit dem haus auch frau und kind und er wird sich schlecht fühlen, weil er ja weiß das er sich schon schlecht fühlt, weil er wieder eingeängt ist und alles auf einmal wieder so ist wie mit seiner ex, weil es auch mit den ex vorher so war
dann wird er wieder über den durst trinken und seine freundin wird es nicht verstehen und wird ihn anschreihen und er wird fremd gehen, wie beim letzten mal und sie wird auch fremd gehen und beide werden sich kaum mehr sehen, während ich weiter das kind habe und mit ansehen muß, wie sie sich trennen und das kind weint und alles ist wieder so, wie es schon vorher war.
ich? ein pessimist? kein stück, ich betrachte es realistisch und ich erkenne die zeichen. mein brude verhält sich schon jetzt wie in seiner ersten ehe. wir sehen es alle aber wir hoffen darauf, daß seine freundin ihn halten kann.
sein erster sohn ist inzwischen schon 9 jahre alt, selten bei seinem vater, die meiste zeit noch immer bei uns oder eben in der schule.
mein bruder hat ein haus aber sein sohn hat sein zimmer bei uns...
bei dem ganzen mist habe ich zur zeit nur das wochenende als ziel.. dann gibt es ne nette party mit etwa 200 leuten und viel alkohol.
mit etwas glück kann ich dann auch vergessen, daß ich dank der op nicht mehr beim pinkeln blute aber dafür heute blut im stuhl hatte
was solls, erklärt wenigstens meine seitenschmerzen und meine ständigen migräneanfälle.
mit etwas glück muß ich dann nicht mehr ertragen was mein bruder seinen kindern antut.
"sie sind einfach zu nett und zu mitfühlend." das waren die letzten worte meiner chefin bevor ich die kündigung bekam.
eigentlich will ich ja nicht so mitfühlend sein aber es ist meine natur. ich bin eher der ruhige typ. wenn ich mich für etwas einsetze, dann geht es um andere und nie um mich selbst, denn für mich selbst kann ich mich nicht einsetzen.
"sei brav und lieb, mama geht es nicht gut und wir müssen rücksicht nehmen."
ich habe im moment etwas das mich ärgert.. mehr als alles andere, weil es mich ständig unter strom hält:
angst
ich habe starke körperliche beschwerden und kein arzt nimmt mich richtig für voll und weil ich angst vor ärzten habe, versuche ich auch möglichst wenig mit ihnen zu tun zu haben.
ich wurde letztens nicht ernst genommen und erst nach der op hat mir die ärztin dann gesagt, daß es schon sehr schlecht aussah (nichts lebensgefährliches) und es verständlich war, daß ich schmerzen hatte und ständig erschöpft war.
die sachen, vor denen ich aber im moment wirklich angst habe, von denen will ich besser nicht groß anfangen. selbst wenn ich jetzt hier davon schreibe, habe ich trotzdem zu viel angst, als das ich damit zum arzt könnte.
das ist es und jetzt kann ich hoffentlich wenigstens mal wieder eine nacht ein wenig schlafen. das mußte raus, mir wird alles zu viel
