Re: Herr Professorin

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Ich denke nichts, dass das was mit Gewohnheit zu tun hat. Mir persönlich geht es vollkommen am Arsch vorbei, was irgendwo drin steht und ob ich mit damit angesprochen fühle.

Es geht darum, dass die Diskussion eine sein sollte, die Gleichberechtigung schafft. Und jetzt schlägt es von Einem um ins Andere. Besser ist es dadurch nicht.

Anklang findet diese Idee nur, weil sie "ach so innovativ" ist und sich die kampfwütigen Fem-Fundamentalisten schon alleine darauf einen keulen können.
Ein Nasshorn und ein Trockenhorn spazierten durch die Wüste.
Da stolperte das Trockenhorn und's Nasshorn sagte: "Siehste?!"
- Heinz Erhardt

Re: Herr Professorin

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Na, aber schaden tuts auch nicht. Und immerhin sprechen wir dadurch wieder über solche Themen. Das hätten wir sonst vielleicht nicht gemacht.
Außerdem weiß ich mich als Mann (bisher) gesellschaftlich so bevorteilt, dass ich auch mal zugunsten der Frauen ein bisschen zurückstecken kann. Ich will auch nicht ins andere Extrem umschwenken, aber Frauen mal ein kleines bisschen zu bevorteilen, nach all den Jahrhunderten, achwas Jahrtausenden der Männerdominanz, das sollte man verkraften können.
Wir nehmen ein v und nennen es w

Re: Herr Professorin

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Findest du echt, dass man als Mann bevorteilt wird, nur wenn in Texten das Maskulinum als Vertreter beider Formen steht? Im Ernst?
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mein Leben dadurch nicht besser ist.
Ein Nasshorn und ein Trockenhorn spazierten durch die Wüste.
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- Heinz Erhardt

Re: Herr Professorin

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Nein. Aber (zum Beispiel) im akademischen Betrieb ist es nach wie vor so, dass wie bei Aufsichtsräten die meisten Posten mit Männern besetzt werden. In den Texten werden Zahlen genannt, teilweise sind unter 10% der Profs Frauen, in kaum einem Fach sinds mehr als 40%. Das kann ja wohl nicht sein, schließlich sind etwa 60% der Abiturienten weiblich.

Ich will hier auf keinen Fall sagen, dass das, was die Uni da gemacht hat, ausreicht um Männer und Frauen gleich zu stellen. Den Vorwurf der Scheinheiligkeit, den muhmann machte kann man aber auch (nach dem Interview) nicht bringen. Um Prestige gehts da nicht. Ich finde, es ist ein weiterer Schritt zur Gleichberechtigung. Keinesfalls ausreichend, aber eben auch nicht nur Augenwischerei.
Wir nehmen ein v und nennen es w

Re: Herr Professorin

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elumbella hat geschrieben:...ich finde, es ist ein weiterer Schritt zur Gleichberechtigung.
Das finde ich nämlich gar nicht. Die Feministen beschweren sich, dass Sie durch das standardisierte Maskulinum "benachteiligt" wurden. Auf einmal sind sie damit zufrieden, dass es Männer "benachteilt".

Ist das Gleichberechtigung?
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- Heinz Erhardt

Re: Herr Professorin

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habe dieses topic gerade gefunden... nun legen wir unsere pronomen selbst fest
"Das Leben wird zunehmend in unserer Makro-Funktional-Gesellschaft vom natuerlichen Reize entwoehnt; wenn man sich zus. noch eigene Gesetze schafft, denen man sich unterwirft und unverschaemterweise auch anderen dieses abverlangt, wird es zu einer Farce." - Prof. Dr. H. Schneider

Re: Herr Professorin

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Haha, da kommen Erinnerungen hoch! Habe die Geschichte tatsächlich nicht vergessen. Und ja, jetzt spezifizieren wir sogar Pronomen. An Transrechte haben wir damals nicht im entferntesten gedacht.

Hat sich eure Meinung inzwischen geändert? Ist ja inzwischen deutlich mehr Mainstream geworden mit dem gendern (Gab's den Genderstern damals überhaupt schon?).
Wir nehmen ein v und nennen es w

Re: Herr Professorin

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ich werde dieses gendern ignorieren und selbst nicht tun bis ich in einem hohen politischen amt bin, in dem ich dann gezwungen bin es zu tun. persönlich halte ich es für absoluten schwachsinn. es gibt andere probleme in unserer zeit mit höherer dringlichkeit.
aber - wir sollten hier keine politik machen. das würde sich nur im kreis drehen.
sexylosersforum.de
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