Die schönsten Gedichte

#1
Da ich gerade mit jemandem chatte und ein Gedicht mit der Person interpretiere bzw. wir gegenseitig bereden, wie wir das Gedicht interpretieren, dachte ich, das man hier eine Sammlung schöner Gedichte machen könnte.

Welche Art von Gedicht ist egal. Ich fange dann mal an, incl. der Begründung warum das Gedicht:

"Noch bist du da

Wirf deine Angst
in die Luft

Bald
ist deine Zeit um
bald
wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume
ins Nirgends

Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da

Sei was du bist
Gib was du hast"
Quelle | Von Rose Ausländer

Das Gedicht ist meine Deutschprüfung gewesen (Ba-Wü 06/07) und ich dachte wirklich von Anfang an, dass dies eines der schönsten Gedichte ist, die ich je gelesen hab. Irgendwie berührt mich das immer und hat auch eine sehr schöne Grundaussage. Ich will jetzt mal lieber keine Textinterpretation hier posten, das wäre doch ein bisschen zu lange.

:) Nun seid ihr dran ;)
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Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig!

#2
Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.


der klassiker :oops:

Quelle
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#3
Johann Wolfgang Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und wurde vom Sohn der Gastgeber wie folgt angesprochen: "Hochverehrter Herr Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann, aus denen selbst Sie keinen Reim machen können." Goethe antwortete: "Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei Wörter." Der junge Mann antwortete: "Die zwei Wörter sind HAUSTÜRKLINGEL und MÄDCHENBUSEN." Nachdem Goethe sich einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte er als Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das folgende Gedicht:

Die Haustürklingel an der Wand, der Mädchenbusen in der Hand sind
beides Dinge wohlverwandt. Denn, wenn man beide leis berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.

quelle

#5
Nunja, ich denke, dass das wie bei Songtexten ist. Solange wir hier eine Quelle angeben (die bei Anna fehlt *grinz*) kann uns sicherlich nichts passieren. Es geht dann durch wie ein Zitat, vermute ich. Wäre schade wenn der Thread sonst geschlossen werden müsste!
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Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig!

#9
mal eine Anmerkung:
Wenn es hier schon so schöne Kategorien gibt, dann könnte man diesen Thread doch eigentlich in "Literatur" schieben, oder?
-

#12
Das glaube ich nicht T(0bse)im

Doch wann auch immer jemand weiß,
daß jemand auf ihn (von dort oben) scheißt.
So wird der eine wohl bald wissen:
Mir geht es nicht bescheißt, mir geht es beschissen!

Quelle: Schizo666

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